Cäcilienverein St. Lambertus Bad Schönborn


KONZERT IN ST. LAMBERTUS

06. - 27.03.2014

Am kommenden Sonntag, dem 30. März 2014 um 19.00 Uhr, findet in der katholischen Pfarrkirche St. Lambertus das Konzert des Cäcilienvereins statt.

Giacomo Puccinis „Messa di Gloria“ für Solostimmen, Chor und Orchester steht im Mittelpunkt des Konzertprogramms, eine Messe fernab von den üblichen Hörgewohnheiten in der Kirchenmusik, begegnen wir hier doch einem ausgewiesenen und weltweit erfolgreichen Opernkomponisten, der auch in seinen geistlichen Kompositionen, die er zu Beginn seiner Laufbahn schuf, seinen zukünftigen Weg als Opernkomponist schon klar vor Augen sah. Große Teile seiner Messe benutzte Puccini später auch in seinen Opern.

Puccini

Mit „Nimrod“ aus Edward Elgars Enigma-Variationen wird die Messe zwischen Gloria und Credo mit einer der wunderbarsten Melodien unterbrochen, die uns die Musikgeschichte geschenkt hat.

Anton Bruckners Ouverture in g-moll, auch diese ein Frühwerk des Komponisten, eröffnet den zweiten Teil des Konzertes bevor es mit der Psalmkantate über den 84. Psalm „Wie lieblich sind Deine Wohnungen, Herr“ zuende geht. Weit über 100 Mitwirkende, Solisten, Chor und Orchester, vereinen sich mit dem Publikum zum Schlusschoral „Ein Haus voll Glorie schauet“.

Linda Kraft (Sopran), Izabela Metler (Alt), Lemuel Cuento (Tenor) und Stefan Röttig (Bariton) sind die Solisten des Konzertes. Thomas Schmittenbecher dirigiert den Chor des Cäcilienvereins und das Sinfonieorchester an St. Lambertus.

Karten zum Preis von € 15,00 (ermäßigt € 12,00 für Schüler und Studenten) erhalten Sie im Vorverkauf in der Tourist-Information (Haus des Gastes). Die Abendkasse öffnet am Konzerttag um 18.00 Uhr.


Linda Kraft - Sopran

In den vergangenen Wochen haben wir jeweils einen Solisten des Konzertes vorgestellt. Diese Reihe endet heute mit der aus Bad Schönborn stammenden Sopranistin Linda Kraft.

Die gebürtige Heidelbergerin begann ihre musikalische Ausbildung genaugenommen an der Jugendmusikschule in Bad Schönborn. Von 1998 bis 2000 erhielt sie weiterführenden Gesangsunterricht bei Astrid Siebe-Wagner und danach bei Grazyna Winogrodska an der Musikhochschule Mannheim.

In dieser Zeit gewann sie mehrere Preise bei Gesangswettbewerben wie z.B. Jugend musiziert.

Linda

Im Oktober 2001 begann sie ihr Studium für das Realschullehramt an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und schloss es im Juli 2005 mit dem ersten Staatsexamen ab. Nach dem Referendariat an der Gottlieb-Daimler-Realschule in Schorndorf beendete sie ihre Ausbildung mit dem 2. Staatsexamen im Juli 2007.

Zusätzlich studierte sie von 2002 bis 2007 an der Musikhochschule Mannheim den Diplomstudiengang „Musiklehramt Gesang“ in der Klasse von Prof. Snezana Stamenkovic, den sie ebenfalls erfolgreich abschloss.

Nach sechs Jahren als Musik- und Deutschlehrerin an der Johann-Peter-Hebel-Realschule in Waghäusel kam Linda Kraft 2013 an die Realschule Bad Schönborn.

Linda Kraft ist aus dem Cäcilienverein hervorgegangen und war in Mingolsheim als Solistin in der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart, in der Messe in D-Dur von Antonin Dvorak, in Hans-Leo Hasslers Missa octavi toni und in der Mariazeller Messe von Joseph Haydn zu hören. Darüber hinaus in vielen größeren und kleineren Werken.


Izabel Metler

Izabel Metler ist keine Unbekannte in Bad Schönborn. Bereits 2011 sang sie „Drei geistliche Lieder“ von F. Mendelssohn-Bartholdy mit dem Kirchenchor. Im letzten Jahr begeisterte sie bei Mozarts Krönungsmesse.

Die polnische Mezzosopranistin fing ihre musikalische Ausbildung in Państwowa Szkoła Muzyczna II stopnia im.Fryderyka Chopina in Poznań in der Gesangklasse von Prof. Czesława Urban an. Nach ihrem Studium mit Auszeichnung an der Jan Paderewski Musikhochschule in studierte sie von 2007 bis 2009 am Institut für Musiktheater in Karlsruhebei Prof. Maria Venuti und Prof. Friedemann Röhlig.

Metler

Meisterkurse absolvierte sie unter anderem bei Prof. Teresa Żylis-Gara, Prof. Lieve Jansen, Prof. Aleksandra Luz, Julia Varady und Dietrich Fischer-Dieskau. 2010 gewann sie den 3. Preis in dem internationalen Wettbewerb Iuventus Canti in Vrable (Slovakia) und bekam die Sonderauszeichnung des Verbandes der Polnischen Bühnenkünstler in Goldene Stimmen der Masowien. Sie wurde Finalistin in dem Wettbewerb Duszniki Zdrój in Polen (2010). Erfolgreich absolvierte sie auch ein Germanistikstudium an der Adam Mickiewicz Universität in Poznań.

Izabel Metler hat ein breitgefächertes Repertoire mit vielen Liedern, Oratorien, Messen, Opern und Operetten. Sie sang Opernrollen Genevieve (Pelléas et Mélisande von C. Debussy), Filippyevna (Eugene Onegin von P. Tchaikovsky), Dritte Dame, Dritter Knabe (Die Zauberflöte von W. A. Mozart), Magdalena and Sarah (Jochanaan von D. Lohff), Maddalena (Rigoletto von G.Verdi). Zudem umfasst ihre künstlerische Tätigkeit sowohl polnische als auch deutsche Theateraufführungen mit Rollen wie Cziko (Wielebni von S. Mrożek), Mesrou (La Dispute von Chamblain de Marivauxs).


Lemuel Cuento

Lemuel Cuento übernimmt in diesem Konzert die Tenorsoli. 1971 wurde er auf den Philippinen geboren. Er studierte am College of Music an der University of Philippines das Hauptfach Sologesang. Dem Studium an der Opernschule der Hong Kong Academy of Performing Arts schloss sich 1996 das Studium am Konservatorium der Stadt Wien an, während dem er bereits an der Wiener Volksoper und anderen namhaften Opernhäusern auftrat.

Meisterkurse absolvierte er 1995 bei Giacomo Aragall in Hong Kong, 1998 bei Martha Eggerth in Wien und 2000 bei Montserrat Caballé in Andorra. Er war Finalist bei vielen internationalen Gesangswettbewerben zum Beispiel in New York und Manila.

Cuento

Opernrollen wie Max im „Freischütz“, Pinkerton in „Madame Butterfly“, der Conte Almaviva in "Il Barbiere di Sivilla", Turriddu in "Cavalleria rusticana", Fenton in "Die lustigen Weiber von Windsor" sowie die Titelrollen in "Hoffmanns Erzählungen" oder „Tristan und Isolde“ brachten ihm Ansehen auf Bühnen von Hong Kong bis Wien. Von 2004 bis 2011 war er am Theater in Pforzheim engagiert ehe er freischaffend tätig wurde. Liederabende hat er bereits in Stockholm und Düsseldorf bestritten, Arienabende und Konzert zudem in Dänemark, Deutschland, Österreich und der Slowakei.

In Mingolsheim war Lemuel Cuento an Ostern 2012 in Gounods Cäcilienmesse zu hören.


Stefan Röttig

Der Bariton Stefan Röttig übernimmt beim diesjährigen Konzert die Bass-Soli. Besonders wird er in der Puccini-Messe zur Geltung kommen. Seit 2003 ist der gebürtige Saarbrücker am dortigen Saarländischen Staatstheater engagiert. Seine Ausbildung erhielt er bei Prof. Anneliese Schlosshauer im Mozarteum Salzburg und an der Musikhochschule in Saarbrücken, bei George-Emile Crasnaru an der Musikhochschule in Düsseldorf sowie bei Brigitta Seidler-Winkler. Es folgten Meisterkurse bei Prof. Claudia Eder, Romeo Alavi Kia, Cornelius Reid und Alberto Zedda.

Röttig

1998 war Stefan Röttig Preisträger des 13. internationalen Operettenwettbewerbs Robert Stolz in Hamburg. Zu dieser Zeit hatte er sich schon bei Kammeropern, Festivals und auch Musicals einen Namen ersungen. Internationale Gesangswettbewerbe brachten ihm Preise und größere Bekanntheit. Nach seiner Teilnahme am 3. Internationalen Wagnerstimmenwettbewerbs wurde er Stipendiat des Richard Wagner Verbandes.

DVD Produktionen und seine Lied- und Oratorientätigkeiten im In- und Ausland runden seine vielseitigen Auftritte in Saarbrücken ab. Sein über 50 Rollen umfassendes Repertoire belegt die große Bandbreite an Stilrichtungen und sein gesangliches Können. Alleine in der aktuellen Spielsaison ist er in Saarbrücken als Papageno in Mozarts „Zauberflöte“, als Doktor Falke in Strauß „Fledermaus“, als Albert in Massenets „Werther“, als Figaro in Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“ und als Narod in „Mozarts „La Finta Giardiniera“ zu sehen und zu hören. In Mingolsheim sang Stefan Röttig in den vergangenen Jahren die Bass-Soli in Antonin Dvoraks Messe in D-Dur und in der Messe in D von Otto Nicolai.